Physik
in der Oberstufe
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Wie lauten
sie nicht alle, Physik muss man lernen um Technik zu verstehen, und Technik, insbesondere Elektronik, beherrscht unsere moderne Welt. Physik an der Waldorfschule ist eher Spielerei, kann mit dem was am Gymnasium unterrichtet wird nicht mit halten. Alle diese Behauptungen stimmen gar nicht, oder wie die vorletzte nur zum Teil. Meine ältere Tochter hat am Gymnasium Abitur gemacht, nach der 11. Klasse Physik abgewählt, sie hat von Physik keine Ahnung. Ich selbst habe in meiner Schullaufbahn acht verschiedene Schulen besucht sucht, mit dem Abitur das große Latinum erworben, aber in Physik fast nichts mitbekommen. Was mich zum Studium dieses Faches befähigte, habe ich mir aus Interesse weitgehend selbst erarbeitet. Der Besuch eines Gymnasiums hat also nicht unbedingt zur Folge, dass man von Naturwissenschaften eine Ahnung hat, oder mehr Ahnung als ein Waldorfschüler. Zudem ist es absolut ungerechtfertigt, den unsrigen mit dem Lehrplan am Gymnasium zu vergleichen, schon gar mit dem naturwissenschaftlichen Zweig. Wie muss Physik an der Waldorfschule aussehen, insbesondere in der Oberstufe? Ich freue mich, wenn meine ehemaligen Schüler Physiker oder Ingenieure werden. Es ist aber bestimmt nicht mein Ziel, gut funktionierende Handy-Entwickler heranzuziehen. Deswegen bin ich mitnichten ein Technikfeind. Diesen Artikel schreibe ich auf dem Computer. Das Programm in der Oberstufe sieht grob folgendermaßen aus, es kann aus Zeitgründen meist nicht im vollen Umfang bearbeitet werden. 9.Klasse: Wärmelehre zu Dampfmaschine, Fahrzeugmotoren und Verkehr; Nachrichtentechnik, im Wesentlichen drahtgebundene Übertragung (Telefon). Durch die explosive Verbreitung der Handys ist diese Beschränkung nicht mehr möglich, während Digitalisierung und Funkübertragung in dieser Klassenstufe noch kaum verständlich gemacht werden können. Unterhaltungselektronik: vom ersten mechanischen Schallwalzenspieler (Edison) über Fernseher zu CD und DVD...) An diesem Programm sieht man eine der Zielrichtungen, nämlich ein Verständnis der modernen Umwelt, möglichst immer im Bezug zum Menschen; weiter erkennt man die Fülle des eigentlich zu behandelnden Stoffes, die schlichtweg nicht leistbar sein kann. 10. Klasse: Mechanik, vor allem Bewegungslehre. Geschwindigkeit und Beschleunigung. An Fall und Wurf wird demonstriert, wie mit Mathematik physikalische Gesetze erfassbar werden und wie man diese Gesetze findet. Über die Drehbewegungen kann man zu den Planetenbewegungen und dem Gravitationsgesetz kommen. 11. Klasse: Elektromagnetismus, Grundlagen der Funktechnik, Schwingkreis, elektromagnetische Felder und Wellen. Radioaktivität, Atombomben und Reaktoren. 12. Klasse: Optik, von der geometrischen Strahlenoptik über Lichtgeschwindigkeit zu den Photonen und dem (Welle-Teilchen-Dualismus) der Quantenmechanik. Gegensatz und Einheit von Licht und Materie. In allen Klassenstufen arbeiten wir mit Formeln und Rechnungen, im Vergleich zum Gymnasium (natürlich) sehr eingeschränkt, aber die Schüler sollen lernen, dass die physische Wirklichkeit auch auf diese Art greifbar ist. An erster Stelle soll aber etwas Anderes stehen, nämlich das Erleben des Darinstehens als Mensch in der physikalischen Wirklichkeit. 9.Klasse: Im Menschen kennen wir die seelische und die körperliche Wärme, die Gesten stimmen überein. Der Bereich der Körpertemperatur, auf die der Mensch angewiesen ist (ca. 20 Grad Spielraum zwischen Kältetod und Fiebertod), ist sehr eng im Vergleich zur bewältigbaren Außentemperatur (150 Grad Unterschied zwischen käItester und wärmster Temperatur auf der Erde). 10. Klasse: In die Schwerkraft stellen wir uns täglich aufrecht hinein. Unser Skelett weist eine große Anzahl perfekter mechanischer Gelenke auf. Bei jeder Bewegung spielen wir unbewusst mit Kräften und Reaktionskräften. 12.Klasse: Licht und Bewusstsein sind miteinander verknüpft, das verrät uns schon die Sprache. Das unsichtbare Licht gibt uns die Möglichkeit, mit den Dingen Beziehung aufzunehmen, sie mit den Augen zu "begreifen". Das Erleben in der 11.Klasse schauen wir uns einmal genauer an, denn hier geht es um lauter Phänomene, die wir direkt sinnlich gar nicht erleben können, wir können sie nur gedanklich erfassen. Ein primitives Beispiel. an einer Glühbirne nehmen wir Licht und Wärme wahr, aber keine Elektrizität. Dass die im Spiel ist bekommen wir erzählt. Wenn wir aus Versehen Netzspannung "anfassen" (Lebensgefahr!), zucken wir zusammen, wir erfahren eine Beeinträchtigung unsres Willens. Sonst ist eigentlich nichts wahrnehmbar, höchstens hinterher eine üble Verbrennung der Haut. Der Mensch "leitet" also Elektrizität. Wieso eigentlich? Unser Körper ist aus Materie aufgebaut, und die besteht in erster Linie aus einem Wechselspiel elektrischer Kräfte, so einfach ist das. Damit ist auch klar, dass alles, was an technischen Feldern und Wellen im "Äther" herumschwirrt einen Einfluss auf den Menschen haben muss. Jegliche Lebensfunktion, jeglicher Stoffwechsel ist physikalisch gesehen ein elektromagnetischer Vorgang auf atomarer Ebene, bei dem feinste Strahlungen beteiligt sein müssen. Wie weit diese durch technische Strahlungen beeinträchtigt werden ist die Frage. Nun gibt es natürliche Felder, an die der Mensch evolutiv angepasst ist (und die sicherlich auch eine Bedeutung für das Leben haben). Da ist zum Einen das Magnetfeld der Erde (im Internet kann man Mitteilungen lesen, gegeben durch Lee Caroll, der auch das Buch über die " Indigo-Kinder geschrieben hat, dass eine Engelwesenheit namens Kryon dabei ist, die Ausrichtung des Erdmagnetfelds ein wenig zu ändern, um der Erde und der Menschheit eine höhere "Schwingungsstufe" zu ermöglichen. "Ihr habt es Euch verdient". Was fangen wir damit an? Ist das die pure Spinnerei?). Da ist zum Anderen das permanente elektrische Feld zwischen der lonosphäre und dem Erdboden, es beträgt bei "Schönwetterlage" in Bodennähe 100 bis 150 Volt pro Meter. Bei Gewitterlagen kann es bis zum 50-fachen von diesem Wert abweichen. Gewitterlage "spürt man in den Knochen", nicht wahr? Schließlich gibt es noch die natürliche Radioaktivität, auf die die Atomkraftbefürworter so gerne verweisen, Der Mensch hält jedenfalls eine Menge aus, und wie schon angedeutet, dürften die besagten Felder für das Leben sogar notwendig sein. Was dagegen schädlich ist, darüber weiß "man" noch viel zu wenig, im Zweifelsfall wird allemal die Technik erst mal "gemacht", dann müssen andere beweisen, dass sie schädlich ist. Die Problematik ist sehr komplex, es kommt wohl nur zum Teil auf die Stärke der Felder an, sehr stark wahrscheinlich auf die Frequenzen der Strahlungen und damit auf die Resonanzen die sie im Körper auslösen können. Wir haben also im Physikunterricht verschiedene Aspekte zu berücksichtigen: Weltverständnis, Technikverständnis, Erfassbarkeit der Gesetze durch Mathematik und Formeln, Bedeutung der Gesten und Bilder der Phänomene, und vielleicht als Wichtigstes die Bedeutung der Phänomene für uns Menschen. Ein Zitat zum Schluss: "Elektrizität, das sind Gedanken von außen betrachtet` (Rudolf Steiner). Wie bitte?? Naja, man weiß doch heute, dass jede Gehirnaktivität von elektrischen Potentialen begleitet ist. Aber unsere Gedanken werden nicht von physikalischen Gesetzen bestimmt. Klingt es jetzt noch komisch, wenn ich sage in der Physik geht es zum Beispiel um die Mysterien des menschlichen Leibes"? Georg Bourauel |